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Audrey Hepburn britisch
1929 – 1993

Audrey Hepburn

geb. Audrey Kathleen Ruston

Britische Schauspielerin, Oscarpreisträgerin, Stil-Ikone und UNICEF-Botschafterin

britisch britisch 13 Aufrufe 5 Min. Lesezeit
63
Jahre alt geworden
97
wäre heute
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Geboren
04.05.1929
Geburtsort
Ixelles, Brüssel, Belgien
Gestorben
20.01.1993
Sterbeort
Tolochenaz, Waadt, Schweiz
Herkunft
britisch britisch
Audrey Hepburn war eine britische Schauspielerin, Oscarpreisträgerin, Stil-Ikone und UNICEF-Botschafterin. Mit Filmen wie Roman Holiday, Breakfast at Tiffany's und My Fair Lady prägte sie das klassische Hollywood.

Lebenslauf

Audrey Hepburn wurde am 4. Mai 1929 als Audrey Kathleen Ruston in Ixelles bei Brüssel geboren. Die britische Schauspielerin gehörte zu den bekanntesten Filmstars des 20. Jahrhunderts und wurde zugleich als Stil-Ikone und UNICEF-Botschafterin berühmt. Mit ihrer zurückhaltenden Eleganz, ihrer ausdrucksstarken Darstellung und Filmen wie Roman Holiday, Breakfast at Tiffany's und My Fair Lady prägte sie das klassische Hollywood. In ihren letzten Lebensjahren widmete sie einen großen Teil ihrer Zeit der internationalen Hilfe für Kinder.

Audrey Hepburn: Herkunft und Kindheit im Krieg

Audrey Hepburn war die Tochter des Briten Joseph Victor Anthony Ruston und der niederländischen Baronin Ella van Heemstra. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in Belgien, England und den Niederlanden. Nach der Trennung ihrer Eltern lebte sie zeitweise an einer Schule in England. Als 1939 der Zweite Weltkrieg begann, zog ihre Mutter mit ihr in die vermeintlich sicheren Niederlande. Nach dem deutschen Einmarsch erlebte Hepburn jedoch die Besatzungszeit und den Hungerwinter 1944/45. Lebensmittelknappheit und Mangelernährung beeinträchtigten ihre Gesundheit nachhaltig.

Schon als Kind erhielt sie Ballettunterricht. Nach dem Krieg zog sie mit ihrer Mutter nach Amsterdam und setzte dort ihre Ausbildung fort. 1948 ging sie nach London, wo sie bei der Tänzerin Marie Rambert studierte. Da ihre körperlichen Voraussetzungen und die Folgen der Kriegsjahre eine Karriere als Primaballerina erschwerten, wandte sie sich zunehmend dem Theater, dem Musical und dem Film zu. Sie arbeitete als Chormädchen in Londoner Bühnenproduktionen, als Model und übernahm kleine Filmrollen.

Durchbruch mit Gigi und Roman Holiday

Während der Dreharbeiten zu Monte Carlo Baby wurde Hepburn 1951 von der französischen Schriftstellerin Colette entdeckt. Colette hielt sie für die ideale Besetzung der Titelrolle in der Broadway-Fassung ihres Romans Gigi. Die Aufführung in New York machte Hepburn in der Theaterwelt bekannt und öffnete ihr den Weg nach Hollywood.

Den internationalen Durchbruch erzielte sie 1953 an der Seite von Gregory Peck in William Wylers romantischer Komödie Roman Holiday. Als junge Prinzessin, die für einen Tag ihren offiziellen Pflichten entkommt und Rom erkundet, verband sie Leichtigkeit, Humor und Melancholie. Für diese erste große Hollywood-Hauptrolle erhielt sie 1954 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Im selben Jahr gewann sie für das Broadway-Stück Ondine einen Tony Award.

Filmklassiker und wichtigste Erfolge

Nach dem Erfolg von Roman Holiday spielte Audrey Hepburn in einer Reihe von Filmen, die zu Klassikern wurden. In Billy Wilders Sabrina aus dem Jahr 1954 verkörperte sie die Tochter eines Chauffeurs, die nach einem Aufenthalt in Paris selbstbewusst zurückkehrt. Es folgten unter anderem War and Peace, das Musical Funny Face mit Fred Astaire und das Drama The Nun's Story, für das sie erneut für den Oscar nominiert wurde.

Eine ihrer bekanntesten Rollen übernahm sie 1961 als Holly Golightly in Breakfast at Tiffany's. Das Bild Hepburns im schwarzen Kleid vor dem Schaufenster von Tiffany & Co. wurde zu einer Ikone der Film- und Modegeschichte. Weitere bedeutende Werke waren Charade mit Cary Grant, My Fair Lady als Eliza Doolittle und der Thriller Wait Until Dark, der ihr eine weitere Oscar-Nominierung einbrachte. Insgesamt wurde Hepburn fünfmal für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert und gewann einmal.

Neben Oscar und Tony erhielt sie später auch einen Emmy für die Fernsehsendung Gardens of the World with Audrey Hepburn sowie posthum einen Grammy für das Höralbum Audrey Hepburn's Enchanted Tales. Damit zählt sie zu dem kleinen Kreis von Künstlerinnen und Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony gewonnen haben.

Stil-Ikone und Zusammenarbeit mit Givenchy

Hepburns öffentliches Bild war eng mit dem französischen Modeschöpfer Hubert de Givenchy verbunden. Er entwarf Kostüme für mehrere ihrer Filme und prägte ihren klaren, eleganten Stil. Schlichte schwarze Kleider, schmale Hosen, Ballerinas, große Sonnenbrillen und kurze Frisuren wurden durch sie weltweit populär. Anders als viele weibliche Stars ihrer Zeit verkörperte sie keine betont glamouröse Hollywood-Diva, sondern eine moderne Mischung aus Natürlichkeit, Disziplin und kultivierter Zurückhaltung.

Ihr Einfluss auf Mode, Fotografie und populäre Kultur blieb weit über ihre aktive Filmkarriere hinaus bestehen. Zugleich sollte ihr Vermächtnis nicht auf ihr Äußeres reduziert werden: Hepburn wurde von Regisseuren und Kollegen für ihre Professionalität, ihre Sprachbegabung und ihre Fähigkeit geschätzt, Komik und Verletzlichkeit miteinander zu verbinden.

Ehen, Kinder und Rückzug vom Film

1954 heiratete Audrey Hepburn den Schauspieler und Regisseur Mel Ferrer. 1960 wurde ihr gemeinsamer Sohn Sean Hepburn Ferrer geboren. Die Ehe endete 1968. Ein Jahr später heiratete sie den italienischen Psychiater Andrea Dotti; 1970 kam der gemeinsame Sohn Luca Dotti zur Welt. Die zweite Ehe wurde 1982 geschieden. In ihren späteren Jahren lebte Hepburn mit dem niederländischen Schauspieler Robert Wolders zusammen.

Ab Ende der 1960er Jahre reduzierte sie ihre Filmarbeit deutlich, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sie kehrte nur für ausgewählte Produktionen zurück, darunter Robin and Marian und Bloodline. Ihre letzte Kinorolle spielte sie 1989 als Engel in Steven Spielbergs Always.

UNICEF-Botschafterin und humanitäres Wirken

1988 ernannte UNICEF Audrey Hepburn zur internationalen Goodwill-Botschafterin. Die Aufgabe hatte für sie eine persönliche Bedeutung, weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg selbst von internationaler Lebensmittel- und Medikamentenhilfe profitiert hatte. Sie reiste für UNICEF unter anderem nach Äthiopien, Bangladesch, Sudan, Vietnam und Somalia, besuchte Gesundheits- und Ernährungsprogramme und machte öffentlich auf Hunger, Krankheiten und fehlendes sauberes Wasser aufmerksam.

Hepburn nutzte ihre Bekanntheit für Reden, Interviews und Spendenkampagnen. Ihr Engagement war nicht nur repräsentativ: Trotz gesundheitlicher Probleme unternahm sie anstrengende Reisen in Krisengebiete und berichtete anschließend vor Medien und politischen Entscheidungsträgern über die Lage der Kinder. 1992 verlieh ihr US-Präsident George H. W. Bush die Presidential Medal of Freedom. Für ihre humanitäre Arbeit erhielt sie außerdem den Jean Hersholt Humanitarian Award der Filmakademie, der 1993 posthum überreicht wurde.

Krankheit, Tod und Bedeutung

Nach einer UNICEF-Reise nach Somalia wurde bei Audrey Hepburn 1992 eine Krebserkrankung festgestellt. Sie starb am 20. Januar 1993 im Alter von 63 Jahren in ihrem Haus in Tolochenaz in der Schweiz. Beigesetzt wurde sie auf dem örtlichen Friedhof.

Audrey Hepburn bleibt als Schauspielerin, Modevorbild und humanitäre Persönlichkeit in Erinnerung. Ihre Filme gehören weiterhin zum Kanon des klassischen Hollywood, während ihr Einsatz für UNICEF ein frühes und einflussreiches Beispiel für langfristiges gesellschaftliches Engagement prominenter Künstler darstellt. Sie verband weltweiten Ruhm mit einer öffentlichen Rolle, die sich zunehmend auf Kinderrechte und humanitäre Hilfe konzentrierte. Gerade diese Verbindung aus künstlerischem Erfolg, unverwechselbarem Stil und glaubwürdigem sozialen Einsatz begründet ihre anhaltende Bedeutung.

Lebens-Timeline

1929
Geburt in Brüssel
Audrey Kathleen Ruston wird in Ixelles bei Brüssel als Tochter eines britischen Vaters und einer niederländischen Mutter geboren.
1948
Umzug nach London
Hepburn setzt ihre Ballettausbildung in London fort und beginnt, auf der Bühne sowie in kleinen Filmrollen zu arbeiten.
1951
Broadway-Erfolg mit Gigi
Die Titelrolle in Gigi macht sie am Broadway bekannt und führt zu ersten großen Filmangeboten.
1954
Oscar und Tony Award
Für Roman Holiday erhält Hepburn den Oscar als beste Hauptdarstellerin; für Ondine gewinnt sie im selben Jahr einen Tony Award.
1961
Breakfast at Tiffany's
Als Holly Golightly schafft sie eine ihrer berühmtesten Rollen und ein dauerhaftes Bild der Film- und Modegeschichte.
1988
UNICEF-Botschafterin
Hepburn beginnt ihre intensive internationale Arbeit als Goodwill-Botschafterin für Kinder in Krisengebieten.
1993
Tod in der Schweiz
Audrey Hepburn stirbt im Alter von 63 Jahren in ihrem Haus in Tolochenaz.

Zitate

I can testify to what UNICEF means to children, because I was among those who received food and medical relief after World War II.

— Audrey Hepburn · UNICEF, Rückblick auf ihre Arbeit als Goodwill Ambassador

Taking care of children has nothing to do with politics.

— Audrey Hepburn · Aussage im Zusammenhang mit ihrer UNICEF-Arbeit

Häufige Fragen

Wie lautete der Geburtsname von Audrey Hepburn?
Sie wurde als Audrey Kathleen Ruston geboren; später verwendete ihre Familie auch den Namen Hepburn-Ruston.
Für welchen Film gewann Audrey Hepburn den Oscar?
Sie gewann 1954 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in Roman Holiday.
Welche Filme von Audrey Hepburn sind besonders bekannt?
Zu ihren bekanntesten Filmen gehören Roman Holiday, Sabrina, Breakfast at Tiffany's, Charade, My Fair Lady und Wait Until Dark.
Wie viele Kinder hatte Audrey Hepburn?
Sie hatte zwei Söhne: Sean Hepburn Ferrer aus ihrer Ehe mit Mel Ferrer und Luca Dotti aus ihrer Ehe mit Andrea Dotti.
Wofür engagierte sich Audrey Hepburn bei UNICEF?
Sie setzte sich als Goodwill-Botschafterin für Ernährung, medizinische Versorgung, sauberes Wasser und die Rechte von Kindern in Krisengebieten ein.
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Quellen

UNICEF – [https://www.unicef.org/goodwill-ambassadors/audrey-hepburn
Academy](https://www.unicef.org/goodwill-ambassadors/audrey-hepburn
Academy) of Motion Picture Arts and Sciences – [https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1954
British](https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1954
British) Film Institute – [https://www.bfi.org.uk/lists/audrey-hepburn-10-essential-films
Tony](https://www.bfi.org.uk/lists/audrey-hepburn-10-essential-films
Tony) Awards – [https://www.tonyawards.com/winners/year/1954/category/any/show/any/](https://www.tonyawards.com/winners/year/1954/category/any/show/any/)
Offizielle Website

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