Bastian Schweinsteiger
geb. Bastian Schweinsteiger
Deutscher Fußballspieler, Weltmeister von 2014 und heutiger TV-Experte
Lebenslauf
Bastian Schweinsteiger wurde am 1. August 1984 in Kolbermoor in Oberbayern geboren und wuchs in Oberaudorf nahe der österreichischen Grenze auf. In seiner Jugend betrieb er neben Fußball auch Skirennsport und galt in beiden Disziplinen als talentiert. Seine ersten Fußballstationen waren der FV Oberaudorf und der TSV 1860 Rosenheim. 1998 wechselte er im Alter von 13 Jahren in die Nachwuchsabteilung des FC Bayern München. Dort gewann er mit den Jugendmannschaften deutsche Meistertitel und arbeitete sich über die zweite Mannschaft an den Profikader heran.
Durchbruch beim FC Bayern München
Sein Debüt für die erste Mannschaft gab Schweinsteiger am 13. November 2002 in der Champions League gegen den RC Lens. Der damals 18-Jährige wurde eingewechselt und bereitete kurz darauf ein Tor vor. Zunächst kam er vor allem auf der linken oder rechten Außenbahn zum Einsatz. Mit Tempo, Flanken und Distanzschüssen etablierte er sich rasch im Team. Später entwickelte er sich unter Trainer Louis van Gaal zu einem zentralen Mittelfeldspieler, der das Spiel ordnete, Zweikämpfe führte und das Tempo bestimmte.
Schweinsteiger blieb insgesamt 17 Jahre beim FC Bayern und absolvierte 500 Pflichtspiele für die Profimannschaft. Dabei erzielte er 68 Tore und gewann 20 Titel. Zu seiner Bilanz gehören acht deutsche Meisterschaften, sieben DFB-Pokalsiege, die Champions League, der UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. Ein wichtiger Wendepunkt war das Champions-League-Finale 2012 im eigenen Stadion gegen den FC Chelsea. Schweinsteiger scheiterte im Elfmeterschießen am Pfosten, Bayern verlor das als „Finale dahoam“ bekannte Spiel. Ein Jahr später gelang die sportliche Antwort: Am 25. Mai 2013 besiegte Bayern Borussia Dortmund im Wembley-Stadion mit 2:1 und vollendete anschließend das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Schweinsteiger wurde 2013 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt.
Weltmeister und Kapitän der Nationalmannschaft
Für die deutsche Nationalmannschaft debütierte Schweinsteiger am 6. Juni 2004 gegen Ungarn. Er nahm an vier Europameisterschaften und drei Weltmeisterschaften teil. Bei der Heim-WM 2006 erzielte er im Spiel um Platz drei gegen Portugal zwei Tore. 2008 wurde Deutschland Vize-Europameister, 2010 erreichte die Mannschaft erneut den dritten Platz bei einer Weltmeisterschaft.
Den größten Erfolg seiner Nationalmannschaftskarriere feierte Schweinsteiger bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Nach Verletzungsproblemen zu Beginn des Turniers wurde er im weiteren Verlauf zu einer Schlüsselfigur im zentralen Mittelfeld. Im Finale gegen Argentinien am 13. Juli 2014 bestritt er die gesamten 120 Minuten und setzte das Spiel trotz mehrerer harter Zweikämpfe und einer blutenden Gesichtsverletzung fort. Deutschland gewann durch Mario Götzes Tor in der Verlängerung mit 1:0. Schweinsteigers Einsatz im Finale wurde zum Sinnbild für Kampfgeist und Mannschaftsdienlichkeit.
Nach dem Rücktritt von Philipp Lahm ernannte Bundestrainer Joachim Löw Schweinsteiger zum Kapitän. Nach der Europameisterschaft 2016 beendete er seine internationale Laufbahn. Sein Abschiedsspiel fand am 31. August 2016 gegen Finnland in Mönchengladbach statt. Insgesamt bestritt er 121 Länderspiele und erzielte 24 Tore.
Manchester United und Chicago Fire
Im Juli 2015 verließ Schweinsteiger den FC Bayern und wechselte zu Manchester United. Unter seinem früheren Trainer Louis van Gaal gewann er 2016 den FA Cup. Seine Zeit in England wurde jedoch von Verletzungen und einem Trainerwechsel geprägt. José Mourinho strich ihn zeitweise aus dem Profikader, ehe Schweinsteiger später wieder eingesetzt wurde. Im März 2017 wechselte er zu Chicago Fire in die Major League Soccer.
In Chicago übernahm Schweinsteiger als erfahrener Führungsspieler Verantwortung und wurde sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr eingesetzt. In seiner ersten Saison half er dem Klub, erstmals seit mehreren Jahren wieder die Playoffs zu erreichen. Er wurde während seiner Zeit in den Vereinigten Staaten mehrfach für das MLS All-Star Game ausgewählt. Am 8. Oktober 2019 kündigte er nach dem Ende der Saison seinen Rücktritt vom Profifußball an.
TV-Experte und Leben nach der Karriere
Nach seinem Karriereende blieb Schweinsteiger dem Fußball als Medienexperte verbunden. Seit 2020 analysiert er für die ARD Länderspiele, große Turniere und weitere Liveübertragungen. Im Januar 2026 verlängerte die ARD seinen Vertrag bis 2028. Seine Analysen beruhen besonders auf seiner Erfahrung im zentralen Mittelfeld, seiner Kenntnis internationaler Turniere und seiner langjährigen Arbeit unter unterschiedlichen Trainern.
Schweinsteiger heiratete am 12. Juli 2016 in Venedig die frühere serbische Tennisspielerin Ana Ivanović. Das Paar bekam drei Söhne. Im Juli 2025 wurde die Trennung nach neun Ehejahren offiziell bestätigt. Beide hielten Details zum Familienleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus und baten insbesondere mit Blick auf ihre Kinder um Privatsphäre.
Bedeutung und Vermächtnis
Bastian Schweinsteiger zählt zu den erfolgreichsten deutschen Fußballern seiner Generation. Seine Karriere steht für eine bemerkenswerte Entwicklung vom offensiven Flügelspieler zum strategisch und körperlich starken Mittelfeldchef. Bei Bayern wurde er von den Fans als „Fußballgott“ verehrt, weil er sich mit dem Verein identifizierte, Rückschläge überwand und in entscheidenden Spielen Verantwortung übernahm.
Sporthistorisch bleibt er vor allem mit dem Triple von 2013 und dem Weltmeistertitel von 2014 verbunden. Seine Leistung im WM-Finale, seine 500 Pflichtspiele für Bayern und seine 121 Einsätze für Deutschland dokumentieren außergewöhnliche Beständigkeit. Zugleich trug sein Wechsel nach Manchester und Chicago dazu bei, dass er auch international als Repräsentant des deutschen Fußballs wahrgenommen wurde. Als TV-Experte prägt er weiterhin die öffentliche Diskussion über die Nationalmannschaft und den internationalen Spitzenfußball.
Lebens-Timeline
Zitate
Man muss auch für seine Mitspieler Meter machen, die wehtun.
Wenn jeder mitzieht, ist das ganz große Ding möglich.
Das ist eigentlich das Schönste am Titel: Dass wir die Leute glücklich gemacht haben.
Häufige Fragen
Wann und wo wurde Bastian Schweinsteiger geboren?
Wie viele Länderspiele bestritt Bastian Schweinsteiger?
Wann wurde Bastian Schweinsteiger Weltmeister?
Für welche Profivereine spielte Bastian Schweinsteiger?
Was macht Bastian Schweinsteiger heute?
Quellen
Deutscher](https://fcbayern.com/en/club/hall-of-fame/bastian-schweinsteiger
Deutscher) Fußball-Bund – Bastian Schweinsteiger: Die Nummer 7 der Herzen/[https://www.dfb.de/news/detail/bastian-schweinsteiger-die-nummer-7-der-herzen-261301
Sportschau](https://www.dfb.de/news/detail/bastian-schweinsteiger-die-nummer-7-der-herzen-261301
Sportschau) – Bastian Schweinsteiger bleibt ARD-Experte bis 2028/[https://www.sportschau.de/fussball/bastian-schweinsteiger-bleibt-ard-experte-bis-2028%2Cschweinsteiger-bleibt-ard-experte-100.html
Deutsche](https://www.sportschau.de/fussball/bastian-schweinsteiger-bleibt-ard-experte-bis-2028%2Cschweinsteiger-bleibt-ard-experte-100.html
Deutsche) Presse-Agentur via Merkur – Trennung von Ana Ivanović bestätigt/[https://www.merkur.de/sport/fc-bayern/ana-ivanovic-bestaetigt-trennung-von-bastian-schweinsteiger-93847034.html](https://www.merkur.de/sport/fc-bayern/ana-ivanovic-bestaetigt-trennung-von-bastian-schweinsteiger-93847034.html)
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