Novak Djokovic
geb. Novak Đoković
Serbischer Tennisspieler, 24-facher Grand-Slam-Sieger und Olympiasieger
Lebenslauf
Novak Djokovic wurde am 22. Mai 1987 in Belgrad im damaligen Jugoslawien geboren. Seine Eltern Srđan und Dijana Djokovic betrieben gastronomische und sportbezogene Geschäfte, unter anderem im Wintersportort Kopaonik. Dort nahm Novak im Alter von vier Jahren erstmals einen Tennisschläger in die Hand. Die Trainerin Jelena Genčić erkannte sein Talent und betreute ihn über mehrere Jahre. Mit zwölf Jahren wechselte er an die Tennisakademie des früheren Profis Nikola Pilić in Deutschland. Seine Jugend fiel in eine politisch und wirtschaftlich schwierige Zeit, die von den Jugoslawienkriegen und den NATO-Luftangriffen auf Belgrad im Jahr 1999 geprägt war.
Aufstieg zum Grand-Slam-Sieger
Djokovic begann 2003 seine Profikarriere. Seinen ersten Titel auf der ATP Tour gewann er 2006 in Amersfoort. Bereits im folgenden Jahr erreichte er das Finale der US Open und rückte in die Weltspitze vor. Den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere holte er am 27. Januar 2008 bei den Australian Open. Im Finale besiegte er den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. Damit durchbrach er die damalige Dominanz von Roger Federer und Rafael Nadal bei den wichtigsten Turnieren.
Ein entscheidender Mannschaftserfolg folgte 2010. Djokovic führte Serbien gemeinsam mit Janko Tipsarević, Viktor Troicki und Nenad Zimonjić zum ersten Davis-Cup-Titel des Landes. Der Triumph wurde zum Ausgangspunkt seiner herausragenden Saison 2011. Djokovic gewann die Australian Open, Wimbledon und die US Open, erreichte erstmals Platz eins der Weltrangliste und beendete das Jahr mit einer Bilanz von 70 Siegen bei nur sechs Niederlagen.
Dominanz und historische Rekorde
In den folgenden Jahren entwickelte sich Djokovic zu einem der vollständigsten Spieler der Tennisgeschichte. Seine größte Stärke ist der Return, mit dem er selbst sehr schnelle und präzise Aufschläge neutralisieren kann. Hinzu kommen außergewöhnliche Beweglichkeit, eine stabile beidhändige Rückhand, kontrollierte Defensive und die Fähigkeit, aus schwierigen Positionen unmittelbar zum Angriff überzugehen. Seine körperliche Ausdauer und mentale Widerstandskraft ermöglichten ihm zahlreiche Erfolge in langen Fünfsatzmatches.
Die Saison 2015 gehörte zu seinen erfolgreichsten. Djokovic gewann drei Grand-Slam-Turniere, sechs Masters-1000-Titel und die ATP Finals. Bei den French Open 2016 besiegte er Andy Murray im Finale und vollendete den Karriere-Grand-Slam. Zugleich hielt er als erster Mann seit Rod Laver alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig. Diese Serie über zwei Kalenderjahre wurde als „Nole Slam“ bekannt.
Nach einer Ellbogenverletzung und einer Operation fiel Djokovic zeitweise in der Weltrangliste zurück. 2018 kehrte er mit Siegen in Wimbledon und bei den US Open an die Spitze zurück. 2021 gewann er erneut drei Majors und stand kurz vor dem ersten Kalender-Grand-Slam im Herrentennis seit 1969. Im Finale der US Open unterlag er jedoch Daniil Medvedev.
24 Grand-Slam-Titel und Olympia-Gold
2023 gewann Djokovic die Australian Open, die French Open und die US Open. Mit seinem 24. Grand-Slam-Titel in New York stellte er den Rekord für die meisten Major-Titel im Herreneinzel weiter aus. Seine Bilanz umfasst zehn Australian-Open-Titel, drei Siege bei den French Open, sieben Wimbledon-Titel und vier Erfolge bei den US Open.
Den noch fehlenden großen Titel seiner Karriere gewann Djokovic am 4. August 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris. Im Finale auf dem Sandplatz von Roland Garros besiegte er Carlos Alcaraz in zwei Tiebreaks. Mit der Goldmedaille vollendete er den Karriere-Golden-Slam aus Siegen bei allen vier Majors und den Olympischen Spielen. Bereits 2008 hatte er in Peking Bronze gewonnen.
2025 gewann Djokovic in Genf als dritter Mann der Open Era seinen 100. Titel auf der ATP Tour. Im November folgte in Athen der 101. Turniersieg. Auch 2026 blieb er auf höchstem Niveau konkurrenzfähig: Er erreichte das Finale der Australian Open und das Halbfinale von Wimbledon. Seine Rekordbilanz umfasste im August 2026 außerdem 428 Wochen an der Spitze der Weltrangliste, acht Spielzeiten als Jahresendnummer eins, 40 Masters-1000-Titel und sieben Siege bei den ATP Finals.
Kontroversen und öffentliche Debatten
Djokovics Karriere war auch von Kontroversen begleitet. Bei den US Open 2020 wurde er disqualifiziert, nachdem er unbeabsichtigt eine Linienrichterin mit einem weggeschlagenen Ball getroffen hatte. Anfang 2022 durfte er wegen eines Streits um seinen Impfstatus und die australischen Einreisebestimmungen nicht an den Australian Open teilnehmen. Nach einem mehrtägigen Gerichtsverfahren blieb die Aufhebung seines Visums bestehen, und er musste Australien verlassen. Seine Haltung zu Impfungen und medizinischer Selbstbestimmung löste international intensive Diskussionen aus.
Privatleben und Stiftung
Djokovic ist seit 2014 mit Jelena Ristić verheiratet, die er bereits während seiner Schulzeit kennenlernte. Das Paar hat einen Sohn namens Stefan und eine Tochter namens Tara. Seine Brüder Marko und Djordje waren ebenfalls im Tennissport aktiv. Djokovic spricht mehrere Sprachen und ist für seine humorvollen Imitationen anderer Spieler sowie seine enge Verbundenheit mit Serbien bekannt.
Novak und Jelena Djokovic gründeten 2007 die Novak Djokovic Foundation. Die Organisation fördert vor allem frühkindliche Bildung in Serbien. Sie unterstützt Kindergärten, bildet pädagogische Fachkräfte weiter und hilft Familien in benachteiligten oder ländlichen Regionen. Djokovic engagierte sich außerdem bei humanitären Aktionen und wurde zeitweise als UNICEF-Botschafter für Serbien eingesetzt.
Bedeutung und Vermächtnis
Novak Djokovic gilt als einer der erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten. Er gewann jedes Grand-Slam-Turnier mindestens dreimal und als erster Spieler alle neun Masters-1000-Turniere jeweils mindestens zweimal. Seine Rivalitäten mit Federer und Nadal prägten gemeinsam die Ära der sogenannten Big Three und steigerten die weltweite Popularität des Herrentennis.
Djokovics sporthistorische Bedeutung beruht auf einer einzigartigen Kombination aus Erfolgen, Vielseitigkeit und Langlebigkeit. Er triumphierte auf Hartplatz, Sand und Rasen, stellte Rekorde bei Majors und in der Weltrangliste auf und blieb bis weit in seine späten Dreißiger konkurrenzfähig. Seine Karriere wird zugleich von seinem kompromisslosen Ehrgeiz, seiner Fähigkeit zu außergewöhnlichen Comebacks und den kontroversen öffentlichen Debatten um seine Person geprägt.
Lebens-Timeline
Zitate
This is the greatest achievement and greatest highlight of my career overall, winning the gold for Serbia.
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Häufige Fragen
Wann und wo wurde Novak Djokovic geboren?
Wie viele Grand-Slam-Titel gewann Novak Djokovic?
Wie lange war Novak Djokovic die Nummer eins der Welt?
Wann gewann Novak Djokovic olympisches Gold?
Ist Novak Djokovic noch als Tennisspieler aktiv?
Quellen
Olympics.com](https://www.atptour.com/en/players/novak-djokovic/d643/overview
Olympics.com) – Novak Djokovic: Biografie, Erfolge und Medaillen/[https://www.olympics.com/en/athletes/novak-djokovic
Wimbledon](https://www.olympics.com/en/athletes/novak-djokovic
Wimbledon) – Offizielles Spielerprofil und Karrierestatistik/[https://www.wimbledon.com/en_GB/players/overview/atpd643/bio
Novak](https://www.wimbledon.com/en_GB/players/overview/atpd643/bio
Novak) Djokovic Foundation – Über die Stiftung/[https://novakdjokovicfoundation.org/about-us/](https://novakdjokovicfoundation.org/about-us/)
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