Whitney Houston
geb. Whitney Elizabeth Houston
US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und eine der einflussreichsten Stimmen der Pop- und R&B-Geschichte
Lebenslauf
Whitney Houston war eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Produzentin. Wegen ihrer außergewöhnlichen Stimme wurde sie häufig „The Voice“ genannt. Ihre Verbindung aus Gospeltechnik, Popmelodik und Rhythm and Blues beeinflusste zahlreiche Sängerinnen und Sänger. Mit Liedern wie „Saving All My Love for You“, „How Will I Know“, „Greatest Love of All“, „I Wanna Dance with Somebody“ und „I Will Always Love You“ gehörte sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit.
Kindheit und musikalische Herkunft
Whitney Elizabeth Houston wurde am 9. August 1963 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Sie wuchs in einer musikalisch geprägten Familie auf. Ihre Mutter Cissy Houston war eine erfolgreiche Gospel- und Soulsängerin, ihre Cousinen Dionne Warwick und Dee Dee Warwick waren ebenfalls bekannte Musikerinnen. Als Kind sang Whitney im Chor der New Hope Baptist Church in Newark. Dort entwickelte sie die sichere Atemführung, die dynamischen Wechsel und die emotionale Ausdruckskraft, die später zu ihren Markenzeichen wurden.
In ihrer Jugend arbeitete Houston zunächst als Backgroundsängerin und war auf Aufnahmen verschiedener Künstler zu hören. Außerdem stand sie als Model vor der Kamera und erschien in bekannten amerikanischen Zeitschriften. Anfang der 1980er-Jahre wurde der Produzent und Plattenmanager Clive Davis auf sie aufmerksam. Er nahm sie bei Arista Records unter Vertrag und begleitete einen sorgfältigen Aufbau ihrer Solokarriere.
Durchbruch mit dem Debütalbum
Das Album „Whitney Houston“ erschien 1985 und wurde ein internationaler Erfolg. Die Singles „Saving All My Love for You“, „How Will I Know“ und „Greatest Love of All“ erreichten in den USA Platz eins. Das Album verband zeitgemäße Popproduktion mit Soul- und Gospeltraditionen und machte Houston weltweit bekannt. Für „Saving All My Love for You“ erhielt sie ihren ersten Grammy Award.
Das zweite Album „Whitney“ folgte 1987 und stieg als erstes Album einer Frau direkt auf Platz eins der US-amerikanischen Albumcharts ein. „I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)“, „Didn’t We Almost Have It All“, „So Emotional“ und „Where Do Broken Hearts Go“ wurden große Hits. Houston erreichte als erste Künstlerin sieben aufeinanderfolgende Nummer-eins-Singles in den Billboard Hot 100. Ihre Interpretation der US-Nationalhymne beim Super Bowl XXV im Jahr 1991 wurde ebenfalls zu einem der bekanntesten Auftritte ihrer Karriere.
„The Bodyguard“ und weltweiter Höhepunkt
1992 übernahm Houston neben Kevin Costner die Hauptrolle im Film „The Bodyguard“. Der Film war ihr Schauspieldebüt und wurde international erfolgreich. Der Soundtrack enthielt ihre Version von Dolly Partons „I Will Always Love You“. Die Aufnahme entwickelte sich zu ihrem bekanntesten Lied und zu einer der erfolgreichsten Singles der Musikgeschichte. Auch „I’m Every Woman“ und „I Have Nothing“ wurden Welthits. Der Soundtrack gewann den Grammy für das Album des Jahres und gilt als einer der meistverkauften Soundtracks überhaupt.
Houston spielte anschließend in „Waiting to Exhale“ und „The Preacher’s Wife“. Für beide Filme nahm sie bedeutende Soundtracks auf. „The Preacher’s Wife“ verband ihre Popkarriere erneut deutlich mit ihren Gospelwurzeln. 1998 veröffentlichte sie „My Love Is Your Love“. Das Album enthielt unter anderem „Heartbreak Hotel“, „It’s Not Right but It’s Okay“ und den Titelsong und brachte ihr eine neue Generation von Hörern.
Privatleben und gesundheitliche Probleme
1992 heiratete Whitney Houston den Sänger Bobby Brown. Ihre Tochter Bobbi Kristina Brown wurde 1993 geboren. Die Ehe stand stark im Mittelpunkt der Boulevardmedien und war von Konflikten geprägt. Houston sprach später offen über Drogenprobleme und belastende Lebensphasen. Die Ehe wurde 2007 geschieden. In den 2000er-Jahren beeinträchtigten gesundheitliche Probleme und Abhängigkeitserkrankungen ihre Auftritte und ihre öffentliche Wahrnehmung.
Mit dem Album „I Look to You“ kehrte Houston 2009 an die Spitze der US-Albumcharts zurück. Obwohl ihre Stimme nicht mehr die frühere Leichtigkeit besaß, wurde das Werk als persönlicher Neuanfang verstanden. 2012 spielte sie im Musikfilm „Sparkle“, der erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde.
Tod und Vermächtnis
Whitney Houston starb am 11. Februar 2012 im Alter von 48 Jahren im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills. Die Behörden stuften ihren Tod als Unfall durch Ertrinken ein; eine Herzerkrankung und Kokainkonsum wurden als beitragende Faktoren genannt. Ihr Tod löste weltweit große Anteilnahme aus.
Houston gewann zu Lebzeiten sechs Grammy Awards und zahlreiche weitere Auszeichnungen. 2020 wurde sie posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Ihr Einfluss zeigt sich besonders in der modernen Pop- und R&B-Gesangstechnik: kontrollierte Melismen, kraftvolle Höhepunkte und der Wechsel zwischen intimer Zurückhaltung und großer dramatischer Wirkung wurden von vielen späteren Sängerinnen übernommen. Trotz der tragischen Aspekte ihres Privatlebens bleibt Whitney Houston vor allem wegen ihrer Stimme, ihrer wegweisenden Erfolge und ihrer Fähigkeit, Gospeltraditionen in den weltweiten Pop-Mainstream zu tragen, eine zentrale Figur der Musikgeschichte.
Lebens-Timeline
Zitate
God gave me a voice to sing with, and when you have that, what other gimmick is there?
You can fool anybody, anytime of the day, but you can't fool yourself.
Häufige Fragen
Wie lautete Whitney Houstons vollständiger Name?
Welches Lied war Whitney Houstons größter Erfolg?
Wie viele Grammy Awards gewann Whitney Houston?
Hatte Whitney Houston Kinder?
Woran starb Whitney Houston?
Quellen
GRAMMY.com: https://www.grammy.com/artists/whitney-houston/3899/
Rock & Roll Hall of Fame: https://rockhall.com/inductees/whitney-houston/
Encyclopaedia Britannica: https://www.britannica.com/biography/Whitney-Houston
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