Iran-Krieg - Öl wird knapp, Zinsen steigen – und die Waffenruhe ist bedeutungslos

Iran-Krieg – Öl wird knapp, Zinsen steigen

Iran-Krieg – Öl wird knapp, Zinsen steigen – und die Waffenruhe ist bedeutungslos

Öl wird knapp und teuer

Seit Beginn des Irankrieges ist Öl knapp und teuer geworden. Das hat im Euroraum zu steigenden Preisen geführt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert

Die EZB hat darauf reagiert. Sie hat zum ersten Mal seit fast drei Jahren die Leitzinsen erhöht. Das war erwartet worden.

Der wichtige Leitzins steigt um 0,25 Prozentpunkte. Jetzt liegt er bei 2,25 Prozent.

Was bedeutet das für die Menschen?

Die gute Nachricht für Verbraucher: Für Erspartes könnte es mehr Zinsen geben.

Die schlechte Nachricht: Kredite könnten teurer werden.

Siebenmal gab es keine Erhöhung

Siebenmal hatte EZB-Chefin Christine Lagarde die Zinsen nicht erhöht. Dieses Mal geht für sie kein Weg daran vorbei.

Eine gesunde Entscheidung

Die Entscheidung, den Zins zu erhöhen, ist gesund. Das gilt mit Blick auf verschiedene Szenarien. Niemand weiß genau, wie sich der Krieg im Mittleren Osten mittelfristig in der Eurozone auswirkt.

Die EZB ist alarmiert

Die EZB ist alarmiert wegen der steigenden Inflation in der Eurozone. Experten schätzen die Inflation für Mai auf 3,2 Prozent.

Der Grund für die Inflation

Der Grund für die Inflation ist der Angriff der USA und Israels auf den Iran. Wichtige Handelsrouten für Öl und Gas sind blockiert.

Die Folge sind hohe Energiepreise. Auch Benzin und Diesel sind teurer.

Höhere Zinsen sollen helfen

Höhere Zinsen sollen die Inflation senken. Aber sie machen auch Verbraucherkredite teurer. Dadurch wird möglicherweise die Nachfrage gebremst.

Menschen können weniger kaufen

Die Menschen können schon jetzt weniger konsumieren. Sie müssen mehr Geld ausgeben für Energie – an der Tankstelle und auch an anderen Stellen. Die Zinserhöhung verstärkt diese Wirkung noch.

Das macht die Situation schwieriger

All das macht die Situation für die Bürgerinnen und Bürger schwieriger.

Werden Baukredite auch teurer?

Werden nun auch Kredite für Häuser und das Bauen teurer? Nicht unmittelbar, sagen Volkswirte.

Der Grund: Am Kapitalmarkt wurde diese Zinserhöhung bereits erwartet. Deshalb war sie schon vorher eingepreist.

Steigen die Zinsen noch weiter?

Die Zinsen werden nicht mehr viel weiter steigen, wenn es bei nur noch einer Zinserhöhung in diesem Jahr bleibt.

Ob es dabei bleibt? Christine Lagarde wollte sich heute nicht festlegen. Aber sie wollte auch nichts ausschließen.

Warum ist Öl knapp? – Die Straße von Hormuz

Ein Grund für die Ölknappheit ist, dass ein wichtiger Handelsweg blockiert ist: die Straße von Hormuz. Sie ist seit Ausbruch des Irankrieges faktisch blockiert.

Iran sperrt die Meerenge

Iran erklärte erneut: Bis auf Weiteres dürfen keine Schiffe mehr die Meerenge passieren.

Waffenruhe wird ständig gebrochen

Trotz einer geltenden Waffenruhe greifen sich die USA und der Iran seit zwei Tagen immer wieder an.

Drohnenangriff mit Folgen

Die iranischen Drohnen konnten abgefangen werden. Aber die Trümmerteile schlugen in einem Wohngebiet ein.

Weitere Angriffe in der Nacht

Wieder wurde die Golfstadt Bahrain in der Nacht Ziel iranischer Angriffe. Ebenso wurden US-Stützpunkte in Kuwait und Jordanien angegriffen.

Auch die USA greifen an

Zuvor hatte das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Aufnahmen sollen das zeigen.

Die Waffenruhe ist keine mehr

Eine weitere Nacht also, in der eine Waffenruhe keine mehr ist. Das ist jetzt die neue Normalität.

Keine Einigung in Sicht

Beide Seiten beharren auf ihren Maximalforderungen. Deshalb gibt es bisher keine Einigung.

Es gibt ein Machtgleichgewicht. Beide Seiten sahen keinen Bedarf, Kompromisse einzugehen.

Iran: Waffenruhe ist bedeutungslos

Aus dem Iran heißt es heute: Die Waffenruhe sei inzwischen bedeutungslos.

Der Ton bleibt hart

Der Ton bleibt unversöhnlich. Ein iranischer Sprecher sagt: „Wenn die glauben, dass sie unsere Würde verletzen können, unsere Heimat angreifen können, dass wir einfach aufgeben – dann lass sie nur träumen.“

Wieder im Fokus: Die Straße von Hormuz

Erneut gerät die Straße von Hormuz in den Fokus. Iran behauptet: Sie sei nun wieder vollständig blockiert.

Die USA widersprechen.

USA schleusen Schiffe durch

Laut Medienberichten schleust das US-Militär seit Wochen Frachter durch die Meerenge. Diese Schiffe haben ihre Positionsdaten ausgeschaltet. Gleichzeitig attackiert das US-Militär Schiffe, die iranisches Öl schmuggeln würden.

Trump kündigt weitere Angriffe an

Am Nachmittag kündigt US-Präsident Trump weitere Angriffe an. Er bringt sogar eine Besetzung der wichtigen iranischen Ölinsel Khark ins Spiel.

Dann die Wende

Vor einer Dreiviertelstunde dann die Rolle rückwärts: Die Angriffe heute seien vorerst abgesagt. Man sei einem Deal mit dem Iran wieder nah.


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